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Romanhelden und echte Menschen
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Montag, 01.02.2010 11:11 Uhr
Heidi Röthlisberger
Romanhelden und echte Menschen
Liebe Femities
Figuren in einem Roman unterscheiden sich sehr deutlich von wirklichen Menschen. Ein Held in einem Roman muss immer von allem etwas mehr haben. Er oder sie muss schöner sein oder hässlicher, leidenschaftlicher oder kühler, sie liebt mehr, reist mehr, ja selbst wenn sie als langweilig beschrieben wird, ist sie um einiges langweiliger als ein langweiliger Mensch in der Realität.
Beim Lesen von vielen Zeitschriften und Blogs habe ich das Gefühl, dass auch die wirklichen Menschen stets dieses "von etwas mehr haben" anstreben. Man will mehr Geld haben, man will schöner sein, noch gesünder werden, man wird aus einem "Life Stile" heraus Vegetarier oder Trennköstler, man will ein Star sein, ja selbst die Einfachheit wird zu einem Mehr, noch einfacher, noch spiritueller, noch heiliger.
Macht es Sinn, wenn wir Menschen uns als Romanfiguren darstellen?
Ganz normale Menschen sind launisch, wankelmütig, widersprüchlich, glücklich und dann wieder unglücklich. Menschen im Gegensatz zu Romanfiguren ändern ihre Gefühle so oft wie sie Luft holen. Man kann uns Menschen weder fassen noch einordnen, weder begreifen noch verstehen. Heute denken wir das und morgen haben wir wieder neue Pläne.
Eben weil wir nicht fassbar sind, sind wir viel mehr als eine Romanfigur.
Seien Sie doch genauso wie Sie sind! Wir können wunderbar lebendig sein, auch ohne ein "MEHR" zu inszenieren.
Ich wünsche Ihnen eine tolle Woche.
Liebe Grüsse
Heidi Röthlisberger
[www.heidisworldwidecoaching.com]
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