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mein BUSINESS > Blog (Afrika Business Blog) > Der berühmte Pflanzenölkocher ...

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Donnerstag, 05.06.2008 10:49 Uhr
Heidi Schiller

Der berühmte Pflanzenölkocher ...

... wird von vielen ganz begeistert aufgenommen. Übrigens auch von mir. Am Wochenende bezeichnete ihn ein Freund sogar als "eine der besten Erfindungen der letzten zehn Jahre". Nun, das kann ich nicht beurteilen. Aber es sprechen in der Tat einige Argumente dafür:

  • Dank findiger Ingenieure und Tüftler gibt es inzwischen recht preiswerte Modelle, die sich eine afrikanische Familie leisten kann.
  • Die Produktion der Kocher kann in den Ländern selbst erfolgen, was Arbeitsplätze schaffen und langfristig Einkommen generieren kann - eine Chance, die lokale Wertschöpfung nachhaltig zu steigern!
  • Die Wartung dieser Geräte ist relativ einfach, sodass Reparaturen auch von handwerklich begabten Laien durchgeführt werden können. Und das sind ziemlich viele Afrikaner - Not macht bekanntlich erfinderisch.
  • In den ländlichen Regionen und auch noch in vielen Städten wird zum Kochen Holzkohle oder Brennholz verwendet. Beides führt dazu, dass immer mehr Holz gesammelt wird, häufig an immer entfernteren Stellen. Denn die Vegetation kann gar nicht so schnell regenerieren, wie Holz benötigt wird. Vielerorts ist die fortschreitende Versteppung schon offensichtlich.

Allein eine Frage bleibt offen: woher kommt das Öl? Natürlich gibt es Pflanzenöle, die aber als Speiseöle verwendet und in den Familien, die ich kenne, normalerweise recht sparsam eingesetzt werden. Diese Öle in den Kocher kippen? Schwer vorstellbar, weil viel zu teuer.

Machen wir uns nun auf die Suche nach Alternativen. Mein Favorit: Jatropha-Öl. Mehr zu Jatropha hier im Blog und im KAITO NewsMagazin. Keine Konkurrenz zu Lebensmitteln, wächst so ziemlich überall, ist recht genügsam und vielfältig verwendbar. Bis hin zur lokalen Stromproduktion. Perfekt, möchte man meinen.

Dann frage ich mich aber, warum nicht parallel zur Entwicklung des Kochers auch entsprechende Plantagen zur Ölgewinnung angelegt wurden? Einen Pflanzenölkocher ohne Pflanzenöl anzubieten, erinnert mich irgendwie an den Brennstoffzellenmotor, für den die Frage nach den Wasserstofftanks auch noch nicht gelöst ist. Wieder ein Fall von "nicht zu Ende gedacht"? Scheint so.

Also müssen die Menschen in Afrika noch ein bischen warten, bis der Pflanzenölkocher ihre Küchen erreicht. Und die Hersteller darauf, dass diese tolle Erfindung den Markt erobern kann. Auf dass Öl und Umsatz fliesse!

Ihre Heidi Schiller

www.kaito-afrika.de

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2 Kommentare

Hallo Arnold,

von welchem Fabrikat "schwärmen" Sie denn hier? Es gibt inzwischen ja deutlich mehr als einen Pflanzenölkocher auf dem Markt, auch in unterschiedlicher Qualität. Ich werde ja nicht müde zu betonen, dass sich auch in Afrika Qualität durchsetzen wird wie auf jedem anderen Markt auch ;)

Und noch ein paar andere Kriterien müssen erfüllt sein, soll ein Produkt erfolgreich vermarktet werden: der Preis muss stimmen, es muss ohne Subvention rentabel sein (!), ein Kundenservice nach dem Kauf darf nicht fehlen, und das Produkt muss den lokalen Anforderungen genügen.

Ich will hier weder die Reihenfolge festlegen noch Vollständigkeit beanspruchen. Leider fehlt es doch meistens an mehr als einem Kriterium, und das erklärt dann 80% der "gescheiterten Versuche".

Gruss, Heidi Schiller

Heidi Schiller
Donnerstag, 19.03.2009 11:29 Uhr

Tja, leider ist das schöne Ding sogenannter Hightec-Schrott, ausserdem mit Steuergeldern entwickelt und jetzt das : Diesem Forum entnommen : [www.selbstversorgerforum.de] Text : Pölkocher - hochgelobt, aber hightec-Schrott ? von charlynordsee » 27.03.2008, 12:13 moin zusammen, ein Freund von mir hat 2 dieser hochgepuschten Dinger bekommen. Einen hat er sofort ausprobiert und ich durfte ihn auch mal in Aktion sehen. Wenn er erst mal brennt, dann brennt er. Aber bis er brennt. Er brennt auch nicht allzu lange, dann ist nachpumpen angesagt. Jetzt kommt es aber faustdick. Die Düse verkokt mördermässig und die kriegt man fast gar nicht mehr sauber, nur mit sehr grossem Zeit- und Arbeitsaufwand, nach dem Motto 30 Min. kochen, 3 Stunden Düsenreinigung. Wer trotzdem einen mag, den kann ich vermitteln. Soll so um die 75 € kosten. mfG charlyNordsee

Arnold
Mittwoch, 11.03.2009 21:13 Uhr