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Die neun Todsünden beim Business Networking für die Karriere

Business Networking ist in den letzten Jahren zu einem Modebegriff geworden, der suggeriert, dass es nur des ernsthaften Entschlusses bedarf, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, um erfolgreicher Netzwerker zu sein. Es gibt jedoch beim Networking für die Karriere auch einige Fallstricke und Todsünden, die dazu führen können, dass die gute Absicht schnell in ihr Gegenteil verkehrt wird.

„Man spürt die Absicht und ist verstimmt", heißt es in Goethes Torquato Tasso, und das gilt auch fürs Networking für die Karriere. In dem Moment, wo Ihre Versuche, neue Kontakte zu knüpfen als zu absichtsgetrieben oder penetrant beim anderen ankommen, werden Sie als Netzwerker/in scheitern. Um Frusterlebnisse zu vermeiden, sollten Sie folgende Fehler unbedingt vermeiden:

Ungeduld beim Aufbau von Kontakten
Netzwerk-Beziehungen brauchen viel Zeit, um zu wachsen und sind nie ausgewachsen. Viele Networker scheitern an der Stelle, wo sie neue Kontakte zu schnell auf ihren Nutzen hin abchecken. Wir alle haben es schon erlebt, dass ein bis dato mehr oder weniger unbekannter Kollege urplötzlich extrem freundlich wurde und uns mit Aufmerksamkeiten förmlich überschüttete. Meist kann man in solchen Fällen die Tage zählen, bis der erste Gefallen eingefordert wird. Dass diese Art von Business Networking ein schales Gefühl hinterlässt und nicht tragfähig ist, sollte niemanden wundern.

Übersteigerte Erwartungen an die Kollegen
Bevor Sie einen Kollegen oder Vorgesetzten um einen Gefallen bitten, überlegen Sie, ob Sie ihn damit nicht vielleicht überfordern. Eine professionelle Dienstleistung gratis zu verlangen ist genauso überzogen wie ein permanenter Bedarf an kleinen Gefälligkeiten. Wenn Sie Zweifel haben, ob eine Bitte angemessen ist, formulieren Sie diese so, dass der andere sie ablehnen kann, ohne dass auf einer Seite ein schlechtes Gefühl zurück bleibt. Die Hilfsbereitschaft der meisten Menschen ist umso größer, je weniger sie sich bedrängt fühlen. So können Sie z.B. statt direkt um einen Gefallen zu bitten, fragen, ob der Betreffende jemanden kennt, der Ihnen in der Sache weiterhelfen kann.

Mangelndes Fingerspitzengefühl
Ein Schwätzchen mit der Kollegin, wenn die gerade vor lauter Stress hektische Flecken im Gesicht hat, fällt nicht unter die Rubrik gelungenes Networking für die Karriere. Der Umgang mit anderen Menschen erfordert Fingerspitzengefühl und Offenheit für die Bedürfnisse des anderen. Dickfelligkeit, plumpe Anbiederei, zu dick aufgetragenes Lob, kurz Aufdringlichkeiten aller Art führen dazu, dass man Sie früher oder später lieber von hinten sieht. So machen Sie keine Karriere! Heucheln Sie kein Interesse, wo Sie es nicht haben, loben Sie keine Selbstverständlichkeiten, nur um mal wieder ein anerkennendes Wort anzubringen, bedrängen Sie Ihre Mitmenschen nicht mit Gefälligkeiten, die nicht erwünscht sind und überschütten Sie niemanden mit Informationen, die nicht benötigt werden. Sensibilisieren Sie sich für Ihre Mitmenschen und behandeln Sie diese so, wie Sie selbst behandelt werden wollen. Dann helfen Ihnen auch andere, Ihre Karriereziele zu erreichen.


Diesen Beitrag stellte zur Verfügung:

Sylvia Linden, Projektmanagerin
ITERGO Informationstechnologie GmbH

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