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Familie und Partnerschaft für Studierende heute wichtiger als Job und Karriere
Die Berufsaussichten werden von den Studierenden deutlich positiver eingeschätzt als noch vor zwei Jahren. Vor zwei Jahren beurteilten in einer weiteren HISBUS-Studie lediglich 53 Prozent der Studierenden die Berufsaussichten für Absolventen als gut oder sehr gut, im Jahr 2008 sind es mit 71 Prozent deutlich mehr. Besonders die Naturwissenschaftler (82 Prozent; 2006: 73 Prozent) und die Ingenieurwissenschaftler (87 Prozent; 2006: 77 Prozent) beurteilen die Aussichten als (sehr) gut.
Der weitaus größte Anteil der Studierenden (64 Prozent) ist mit ihrem Leben sehr zufrieden (64 Prozent). 28 Prozent sind mittelmäßig zufrieden, 8 Prozent eher unzufrieden. Auf die Frage zum Gesamteindruck aus konkreten Themenbereichen geben dann auch 83 Prozent der Studierenden an, "eher zufrieden" zu sein (Positionen 6 bis 10 auf einer 11-stufigen Skala) - 12 Prozent sind eher unzufrieden. Im Mittel wird von den Studierenden ein (Zufriedenheits-)Wert von 7 erreicht, in der Gesamtbevölkerung liegt er bei 6,7 (2006 DIW Berlin, Sozio-oekonomisches Panel SOEP). Vorrangig zufrieden sind die Studierenden mit Bereichen wie ihrem persönlichen Umfeld (86 Prozent), dem weiteren Umfeld (80 Prozent), ihrer Gesundheit (79 Prozent) und dem Lebensstandard (78 Prozent), gefolgt vom Studium (75 Prozent) und der Wohnsituation (74 Prozent). Im Vergleich dazu ist die Zufriedenheit mit der finanziellen Situation deutlich geringer: Nur 56 Prozent der Befragten sind mit ihr zufrieden.
Auch die Zukunftserwartung - die erwartete Zufriedenheit mit dem Leben in fünf Jahren - und die eigene Studienleistung werden von den Zufriedenen optimistischer gesehen. Sie bewerten die eigene Studienleistung mit besseren Noten und schätzen ihre Leistung im Vergleich zu den Kommiliton(inn)en höher ein.
Unter den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften (87 Prozent) oder der Medizin (86 Prozent) finden sich größere Anteile zufriedener Studierender als in den Kulturwissenschaften (80 Prozent). Eine Erklärung könnte die ermittelte größere Unsicherheit Studierender dieser Fächergruppe hinsichtlich ihrer Berufsaussichten sein.
Quelle: Bildungsklick
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