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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...
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Dienstag, 09.06.2009 16:08 Uhr
Ramona Jakob
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...
Daniel Napp, bekannter und vor allem talentierter Illustrator und Autor von wundervollen Büchern wie: Dr. Brumm, Schnüffelnasen an Board, Supadupa-Schwein und Pellepau und vielen anderen, stand "Lesen.wert" Rede und Antwort:
- Vervollständigen Sie diesen Satz: Bücher illustrieren bedeutet für mich...
...traditionell malen zu dürfen. Was in der freien Kunst leider nicht mehr „erlaubt" ist.
- Welches Ihrer Bücher liegt Ihnen am meisten am Herzen und warum?
Normalerweise das, an dem ich gerade arbeite. Weil ich immer alles besser machen will, als in den letzten Büchern.
- Was war die schwierigste Herausforderung, während Sie an einem Buch arbeiteten?
Vor zehn Jahren, als Einsteiger, überhaupt einen Stil und eine Bildsprache zu finden. Und gleichzeitig akzeptieren: o.k., so sieht ein Bilderbuch also jetzt bei mir aus.
- Was war das schönste Erlebnis im Zusammenhang mit einem Ihrer Bücher und der Arbeit als Autor und Illustrator?
Als mein erster Bilderbuchtext „Bauer Beck fährt weg" von Christian Tielmann durch mein FAX ratterte. Meine Eintrittskarte in die Kinderbuchwelt.
- Wie viel Zeit investieren Sie insgesamt in ihr jeweiliges Buch?
Für die Illustrationen eines Bilderbuchs brauche ich 4 Monate. An einem Kinderbuch arbeite ich 2 bis 3 Monate, je nach Umfang. Beim Schreiben verhält es sich genau umgekehrt: Bis eine Kinderbuchgeschichte fertig ist, kann ein gutes Jahr vergehen. Eine Bilderbuchgeschichte schreibe ich an einem Vormittag, wenn erstmal die Idee da ist.
- Gibt es ähnlich der Schreibblockaden auch Malblockaden? Wenn ja, was machen Sie dann?
Was die Bilder zeigen sollen, geht letztendlich aus der Geschichte hervor. Daher weiß ich auch immer wie es weitergeht. Manchmal aber kann ich eine Licht- oder Farbstimmung nicht umsetzen, die ich mir vorgestellt habe. Dann muss ich zähneknirschend eine andere Szene auswählen.
- Welchen Tipp geben Sie Menschen, die ein Buch schreiben möchten, mit auf den Weg?
Ich rate, bei den ersten Geschichten nur über Dinge zu schreiben, die einen auch wirklich interessieren. Natürlich ist es verführerisch ist, ein Thema zu wählen, das im Moment „in" ist. Allerdings geht einem dann beim Schreiben auch schnell die Luft aus, wenn der eigene Stoff keine Faszination erzeugt.
- Man sagt ja, dass in den Figuren auch immer ein Stück Autor steckt. Sind Sie eher Pock oder Hubertus?
Ähnlichkeiten mit fleischwurstsüchtigen Hunden und grünen Flöhen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt ...
Herr Napp, vielen herzlichen Dank für dieses Interview!
Sie möchten mehr über Daniel Napp wissen, dann empfehle ich Ihnen einen Blick in seine Bücher und auf seine Homepage www.daniel-napp.de.
Herzlichst
Ramona Jakob
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